| Was ist der Unterschied zwischen reinen "Portraits" und "Inszenierungen"? |
Reine Portraits:Künstlerportraits benötigt jeder künstlerisch Schaffende, der in die Welt der Agenturen, Produktionsfirmen, Medien und Castingfirmen einen Fuß setzen möchte. Hier sind die Künstlerportraits die entscheidende Visitenkarte für ein Vorankommen. In dieser Session werden Photos erstellt, die die Persönlichkeit nicht kommentieren oder verfälschen. Wichtig ist, dass die Caster einen unverfälschten Eindruck der Persönlichkeit gewinnen können.
Erstellt werden zahlreiche Portraits, Halbtotalen und auf Wunsch auch Ganzkörperbilder, um die gesamte Figur zu zeigen. Diese Photos sind für Castings und Bewerbungen bei Agenturen und Produktionsleitungen am Besten geeignet, da sie die Persönlichkeit zeigen, wie sie ist. Inszenierungen:Künstlerinszenierungen werden besonders von MusikerInnen, SängerInnen und anderen KünstlerInnen gewählt, deren künstlerisches Format bereits feststeht und diese Bilder zur Unterstützung ihres Images benötigen. Zu dieser Form der Inszenierung sollte eine umfangreiche Vorbesprechung stattfinden, um dem erwünschten Image nahe zu kommen.
Insbesondere für SchauspielerInnen können Inszenierungen interessant sein, wenn bestimmte Typen, Rollen und Persönlichkeitsmerkmale herausgearbeitet werden sollen, z. B: der romantische Liebhaber, die Diva, der Kriminelle, die Ruchlose, die Mütterliche, der Dandy, etc. Hier kann man unter Zuhilfenahme von aufwändigeren Hintergründen, Vielfalt der Garderobe, rollentypischen Accessoires, verstärktem Make-up und komplexerer Ausleuchtung eine Persönlichkeit so in Szene setzen, als entspränge sie gerade einer Rolle in einem Film oder Theaterstück.
Diese Bilder sind für Castings und Bewerbung bei Agenturen eher nicht geeignet, weil sie schon eine bestimmte Rolle vorwegnehmen und der Phantasie des Casters oder Produzenten meist entgegenstehen.
Für die gezielte Bewerbung zu einer detaillierten Rollenausschreibung kann ein solches inszeniertes Bild aber durchaus unterstützend wirken; jedoch nur zusätzlich zum eingereichten reinen Casting- Bildmaterial. Eine Mischung aus beiden Möglichkeiten ist meistens für den Anfang ein guter Weg, um sich über sein eigenes Format klar zu werden. |